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Zusammenarbeit zwischen Kinderhaus und Schule

Die Ideen der italienischen Ärztin und Pädagogin Maria Montessori bilden die pädagogische Basis des Konzeptes für die gesamte Bildungseinrichtung vom Kinderhaus bis in die Oberschule. Uns ist der ganzheitliche und kontinuierliche Blick auf das Lernen der Kinder und Jugendlichen sehr wichtig.

Das Lernen eines Individuums folgt nach Montessori einem »inneren Bauplan«. Daher liegt es nahe, das Lernen nicht nach äußeren Facetten in ein Lernen in Kinderhaus und Schule zu unterteilen und damit Wertigkeiten zu implizieren. Im Gegenteil: Lernen ist ein fließender Prozess, den wir in unserer Bildungseinrichtung für die Altersspanne von 1-16 demnächst auch 19 Jahren (bis zum Abitur) und mit Weiterbildungsangeboten für Erwachsene ermöglichen.

Aus diesem Grundverständnis heraus gibt es keinen Bereich, in dem Kinderhaus und Schule nicht zusammenarbeiten. Die Mitarbeiter sehen ihren jeweiligen Arbeitsbereich immer eingebettet in die Gesamteinrichtung, jede Veränderung bewirkt auch eine Reaktion in mindestens einem der anderen Bereiche. Die Pädagogen aus Kinderhaus und Schule arbeiten inhaltlich und zeitlich eng zusammen. Konzeptionelle Weiterentwicklungen werden gemeinsam erarbeitet und abgestimmt.

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Die Zusammenarbeit findet räumlich, zeitlich und inhaltlich statt. Gemeinsam mit der Schule werden die Textil-, Holz- und Keramikwerkstatt, der Medien- und Bühnenraum im Haus, der Hof und die Turnhalle auf dem Schulgelände genutzt. Auch alle anderen Räume und Ausstattungen stehen nach vorheriger Abstimmung allen Altersgruppen zur Verfügung.

Entsprechend ihrem Entwicklungsstand können die Kinderhauskinder zusammen mit den Kindern der Lerngruppen 1/2/3 an verschiedenen Kursen teilnehmen. Damit werden insbesondere die Entwicklung der sozialen Kompetenzen in der Gruppe, sowie die Neigungen und Fähigkeiten jedes Einzelnen entwickelt.

Nach Pfingsten können Kinderhauskinder in den Lerngruppen der 1/2/3 schnuppern gehen und sich so auf die nächste Jahrgangsstufe vorbereiten. Ebenso handhaben es die 3.Klässler für das Kennenlernen der 4/5/6 und die 6.Klässler für das Kennenlernen der Oberschule.

Hier wird immer wieder der »fließende Übergang« praktiziert, indem auf den tatsächlichen Entwicklungsstand jedes Einzelnen eingegangen wird. Zeitliche Verschiebungen eines Wechsels in die nächst höhere Jahrgangsmischung sind immer eine Option. Die jährliche Expertenwoche (Link) enthält immer auch Angebote, die Kinder aus dem Kinderhaus zusammen mit Kindern der 1/2/3 wahrnehmen können.

Im Schuljahr 2009/2010 gab es eine besonders große Altersmischung und enge Zusammenarbeit in den verschiedensten Kursen für die Aufführung des Musicals »Das Dschungelbuch«.

Die dreifache Aufführung des Musicals vor jeweils ca. 150 begeisterten Zuschauern war ein überragender Erfolg in vielerlei Hinsicht. Das gemeinsame Wirken auf ein Ziel hin und das Zusammenfügen der vielen kleinen Puzzleteile von Kindern, Eltern und allen Mitarbeitern ließ sich am besten in stehenden Ovationen ausdrücken!

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Ab der 4.Jahrgangsstufe absolvieren Schulkinder einwöchige Praktika im Kinderhaus. Sie erleben Menschen, Räume und Abläufe, die sie aus ihrer eigenen frühen Kindheit kennen, reflektieren darüber und arbeiten erstaunlich einfühlsam mit den Jüngeren. Diese wiederum erleben die »Großen« als interessierte Lernpartner, fürsorgliche Betreuer und begeisterte Spielgefährten.

Ebenso kommen Schulkinder regelmäßig zum Vorlesen, spielen Theaterstücke vor, laden zu ihren Präsentationstagen ein und genießen gemeinsame Feste und Feiern (Fasching, Sommerfest). Gerade auch Oberschüler sind oft als Lesepaten oder Assistenten in Kinderhaus und Schule anzutreffen.

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