Köpenicker Gemeinschaftsschule mit Vorbildwirkung:
Berlins erste Montessori-Gesamtschule soll Pilotprojekt werden
Berlin-Köpenick, 1. November 2006
Aufatmen konnten in der vergangenen Woche Berlins Befürworter von Gemeinschaftsschulen: Die zukünftige rot-rote Koali-tion wird im Rahmen von Pilotprojekten ausgewählte Schulen der Hauptstadt för-dern, die die Kriterien einer Gemeinschaftsschule schon jetzt weitestgehend erfül-len. Welche Vorteile und Chancen das Lernen in derartigen Bildungseinrichtungen Kindern und Jugendlichen bietet, lässt sich in der Freien Montessori Schule in Berlin-Köpenick erleben. Berlins einzige Montessori-Gesamtschule erfuhr für ihren konsequenten reformpädagogischen Weg in den vergangenen Jahren vielfältig Anerkennung aus dem gesamten Bundesgebiet. Nun hoffen Pädagogen, Schüler und Eltern auf eine Einstufung als Pilotprojekt mit Vorbildwirkung für Berliner Schulen.
Ganztägige Förderung, keine Aufteilung von Schülern in verschiedene Lernniveau-Gruppen sowie Angebote für die Klassenstufen 1 bis 13 – das sind die Kriterien, nach denen der zukünftige Berliner Senat die Förderung von Gemeinschaftsschulen im Rah-men von Pilotprojekten entscheiden wird.
„Wir können den Entschluss, die Weichen in Richtung Berliner Gemeinschaftsschulen zu stellen, nur ausdrücklich begrüßen“, so Jürgen Eden, Koordinator der Freien Montessori Schule und des Kinderhauses Berlin. „Ganztagsförderung ist seit jeher ein Grundprinzip unserer Einrichtung. Und dass Schüler unterschiedlichster Leistungsniveaus gemeinsam lernen, entspricht dem integrativen Ansatz Maria Montessoris. Durch diese Art der Ge-meinschaftlichkeit gewinnen unsere Schüler vor allem ein Mehr an sozialen Kompeten-zen, die ja heute mehr denn je gefragt sind. Auch können wir feststellen, dass der Wis-senserwerb dadurch keineswegs beeinträchtigt wird.“
Derzeit besteht Berlins einzige Montessori-Gesamtschule aus einer Grundsschule sowie einer Oberschule in der Sekundarstufe I, in denen momentan 130 Mädchen und Jungen der Klassen 1 bis 9 lernen. Die Beantragung zur Genehmigung der Sekundarstufe II ist für das kommende Jahr avisiert. Nun hoffen Lehrer, Schüler und Eltern, dass der Senat ihre Einrichtung im Zuge der Schaffung von Berliner Gemeinschaftsschulen als Pilotpro-jekt fördert.
„Natürlich wissen wir, dass es auf Seiten des Senats nach wie vor einige Vorbehalte ge-genüber einer solchen Förderung gibt; etwa, weil wir in unserem Konzept ganz bewusst auf die Vergabe von Zensuren und auf die Arbeit in Leistungskursen verzichten“, so Jür-gen Eden abschließend. „Umso mehr freut es uns, dass sich die Stimmen mehren, die für eine Einbindung freier Schulen in das Senatsprojekt plädieren. Die bei uns praktizierte Reformpädagogik könnte wichtige Anregungen für die Verständigung in den kommenden Jahren bieten, und die Berliner Bildungslandschaft könnte auch von unseren Erfahrungen profitieren. Immerhin erleben wir täglich, welche Möglichkeiten individueller Förderung in einer Gemeinschaftsschule mit solidem Konzept stecken und welche Freude das Lernen und das Lehren dann bereiten können.“
Auf Anfrage stellen wir Ihnen gerne ein Pressefoto zur Verfügung. Weiterhin wür-den wir uns freuen, Sie zu einer kleinen Presse-Führung in unserem Haus begrü-ßen zu können. Bei Interesse wenden Sie sich bitte zwecks Terminvereinbarung an unseren Pressekontakt.
Pressekontakt:
Martin Schaarschmidt
Tel. (0177) 625 88 86
eMail:
Sollten Sie unser Material nutzen, würden wir uns über die Zusendung eines Beleg-Exemplars an folgende Adresse sehr freuen: Freie Montessori Schule und Kinder-haus Berlin, Köpenzeile 125, 12557 Berlin.
Redaktioneller Hinweis:
Freie Montessori Schule und Kinderhaus Berlin sind eine Bildungseinrichtung für Kinder und Jugendliche im Alter von zwei bis sechzehn Jahren in der Einheit von Kinderhaus und Ganztagsschule. Derzeit besteht die Einrichtung aus Kinderhaus, Grundschule und Oberschule in der Sekundarstufe I; der Aufbau der Sekundarstu-fe II wird angestrebt In der Einrichtung werden die konsequente Umsetzung einer umfassenden Montessori-Pädagogik und damit ein selbst bestimmtes Lernen gewährleistet. Ziel der Freien Montessori Schule sowie des Kinderhauses Berlin ist es, die Kinder und Jugendlichen mit ihren individuellen Begabungen und Neigungen zu achten, sie zu fördern und ihre Kompetenzen zu entwickeln. Als selbstbewusste Persönlichkeiten sollen sie sich verantwortungsvoll in die Gestaltung der Gesellschaft einbringen können. Der Besuch der Bildungseinrichtung soll Kindern unabhängig vom Einkommen ihrer Eltern ermöglicht werden. Weitere Informationen unter: www.montessorischule-berlin.de.



