RBB Kulturradio, Sendung „ZEITPUNKTE – DEBATTE“
vom 25. November 2006 zum Thema
„Gemeinschaftsschule – zukunftsträchtig oder zum Scheitern verurteilt?“
u. a. mit Carola Bluhm, Fraktionsvorsitzende Linkspartei/PDS im Berliner Abgeordnetenhaus und bildungspolitische Sprecherin ihrer Partei
Moderatorin Birgit Schönberger: Wie realistisch ist es eigentlich, dass die guten Ansätze, die die Gemeinschaftsschule ja offensichtlich auch hat, tatsächlich umgesetzt werden, Frau Bluhm? Ist das Pilotprojekt nicht von vornherein zum Scheitern verurteilt?
Carola Bluhm: Das wäre ja verrückt, wenn man das jetzt prognostizieren würde. ... Ich finde es aber genauso verrückt, nicht die vielen Schulen (ernst zu nehmen), die sagen, ja das wollen wir, zum Teil machen wir das auch. Ich war am Freitag in der Montessori-Schule in Wendenschloß. Die machen vom zweiten Lebensjahr bis zum 15. Lebensjahr eine individuelle Förderung mit einer Gelassenheit, die dort herrscht, und einem fröhlichen Leistungswillen der Schülerinnen und Schüler. Selbstverständlich wollen die ihre Schule bis zum Abitur weiterführen, zwar nicht für alle, aber für die, die es wollen. Und natürlich drängen die regelrecht darauf, in dieses Modellprojekt aufgenommen zu werden.“



